Regel 26

15.06.2011 - 16:16
Wasserhindernisse
1. ERLEICHTERUNG FÜR BALL IM WASSERHINDERNIS
Es ist eine Frage der Umstände, ob ein in Richtung auf ein Wasserhindernis geschlagener, nicht gefundener Ball, tatsächlich in dem Wasserhindernis ist. Um diese Regel anwenden zu können, muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass der Ball in dem Wasserhindernis ist. Fehlt es an dieser Kenntnis oder Gewissheit, so muss der Spieler nach Regel 27-1 verfahren. Ist ein Ball in einem Wasserhindernis oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in einem Wasserhindernis ist (egal, ob der Ball im Wasser liegt oder nicht), so darf der Spieler mit einem Strafschlag
a) einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielen, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde (siehe Regel 20-5); oder
b) einen Ball in beliebiger Entfernung hinter dem Wasserhindernis fallen lassen, wobei der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, auf gerader Linie zwischen dem Loch und der Stelle, an der der Ball fallen gelassen wird, liegen muss; oder
c) als zusätzliche Wahlmöglichkeiten nur dann, wenn der Ball zuletzt die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses gekreuzt hat, außerhalb des Wasserhindernisses einen Ball fallen lassen innerhalb zweier Schlägerlängen von dem Punkt und nicht näher zum Loch als (I) der Punkt, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat, oder (II) ein Punkt an der gegenüberliegenden Grenze des Wasserhindernisses, gleich weit vom Loch entfernt.
Der Spieler darf, wenn er nach dieser Regel verfährt, seinen Ball aufnehmen und reinigen oder einen anderen Ball einsetzen.
(Unzulässige Handlungen, wenn ein Ball im Hindernis ist – siehe Regel 13-4.)
(Ball bewegt sich im Wasser in einem Wasserhindernis – siehe Regel 14-6.)

2. BALL IM WASSERHINDERNIS GESPIELT
a) Ball kommt in demselben oder einem anderen Wasserhindernis zur Ruhe Kommt ein innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball nach einem Schlag in demselben oder einem anderen Wasserhindernis zur Ruhe, so darf der Spieler
(I) nach Regel 26-1a verfahren. Entscheidet sich der Spieler nach dem Fallenlassen im Hindernis dazu, den fallen gelassenen Ball nicht zu spielen, so darf er:
(a) unter Hinzurechnung des nach der Regel vorgeschriebenen zusätzlichen Strafschlags gemäß Regel 26-1b oder, wenn anwendbar, Regel 26-1c, verfahren und als Bezugspunkt die Stelle benutzen, an der der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze dieses Hindernisses gekreuzt hatte, bevor er in diesem Hindernis zur Ruhe kam; oder
(b) einen zusätzlichen Strafschlag hinzurechnen und einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielen, an der der letzte Schlag von außerhalb eines Wasserhindernisses gespielt wurde (siehe Regel 20-5); oder
(II) nach Regel 26-1b oder, wenn anwendbar, Regel 26-1c verfahren; oder
(III) mit einem Strafschlag einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielen, an der der letzte Schlag außerhalb des Wasserhindernisses gespielt wurde (siehe Regel 20-5).

b) Ball außerhalb des Hindernisses verloren oder unspielbar oder Ball im Aus Ist ein innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball außerhalb des Hindernisses verloren oder wird für unspielbar gehalten oder ist er im Aus, so darf der Spieler, nachdem er die Strafe von einem Schlag nach Regel 27-1 oder 28a auf sich genommen hat,
(I) einen Ball so nahe wie möglich der Stelle in dem Hindernis spielen, an der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde (siehe Regel 20-5); oder
(II) nach Regel 26-1b oder, sofern anwendbar, Regel 26-1c verfahren, wobei er den darin vorgeschriebenen Strafschlag zusätzlich hinzu- rechnen und als Bezugspunkt denjenigen Punkt nehmen muss, an dem der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Hindernisses gekreuzt hatte, bevor er darin zur Ruhe kam; oder
(III) einen zusätzlichen Strafschlag hinzurechnen und einen Ball so nahe wie möglich der Stelle spielen, an der der letzte Schlag außerhalb eines Wasserhindernisses gespielt wurde (siehe Regel 20-5).

Anmerkung 1: Beim Verfahren nach Regel 26-2b ist der Spieler nicht verpflichtet, einen Ball nach Regel 27-1 oder 28a fallen zu lassen. Lässt er einen Ball fallen, so ist er nicht verpflichtet, ihn zu spielen. Er darf wahlweise nach Regel 26-2b(II) oder (III) verfahren.

Anmerkung 2: Wird ein von innerhalb eines Wasserhindernisses gespielter Ball außerhalb des Hindernisses für unspielbar gehalten, so hindert Regel 26-2b den Spieler nicht, nach Regel 28b oder c zu verfahren.

STRAFE FÜR REGELVERSTOSS:
Lochspiel — Lochverlust;
Zählspiel — Zwei Schläge.
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