Golf-Lexikon

15.06.2011 - 14:40
Was Sie über Golf wissen müssen....
ABSCHLAG
„Abschlag“ ist der Ort, an dem das zu spielende Loch beginnt. Der Abschlag ist eine rechteckige Fläche, zwei Schlägerlängen tief, deren Vorder- und Seitenbegrenzungen durch die Außenseiten von zwei Abschlagmarkierungen bezeichnet werden. Ein Ball befindet sich außerhalb des Abschlags, wenn er vollständig außerhalb liegt.

ANSPRECHEN DES BALLS
Ein Spieler hat den Ball „angesprochen“, sobald er Standposition bezogen und auch den Schläger aufgesetzt hat, ausgenommen in einem Hindernis, in dem ein Spieler den Ball mit Beziehen der Standposition angesprochen hat.

AUS
„Aus“ ist jenseits der Grenzen des Platzes oder jeder Teil des Platzes, der durch die Spielleitung als Aus gekennzeichnet ist. Wird Aus durch Pfähle oder einen Zaun oder als jenseits von Pfählen oder einem Zaun bezeichnet, so verläuft die Auslinie auf Bodenebene entlang den platzseitig vordersten Punkten der Pfähle bzw. Zaunpfosten ohne Berücksichtigung schräg laufender Stützpfosten. Wenn sowohl Pfähle als auch Linien benutzt werden, um Aus anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Aus und die Linien kennzeichnen die Grenze. Wird Aus durch eine Bodenlinie gekennzeichnet, so ist die Linie selbst Aus. Aus erstreckt sich von der Auslinie senkrecht nach oben und unten. Ein Ball ist im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Ein Spieler darf im Aus stehen, um einen nicht im Aus liegenden Ball zu spielen. Gegenstände zur Kennzeichnung des Aus wie Mauern, Zäune, Pfähle und Geländer sind keine Hemmnisse und gelten als befestigt. Pfähle zur Bezeichnung von Aus sind keine Hemmnisse und gelten als befestigt.

AUSRÜSTUNG
„Ausrüstung“ ist alles, was vom Spieler benutzt, am Körper oder mit sich getragen wird oder für den Spieler von seinem Partner oder einem ihrer Caddies getragen wird, ausgenommen jeder Ball, den er an dem zu spielenden Loch gespielt hat, und jeder kleine Gegenstand wie Münze oder Tee, wenn er benutzt wurde, um die Lage eines Balls oder die Ausdehnung einer Fläche zu kennzeichnen, innerhalb der ein Ball fallen gelassen werden muss. Ausrüstung schließt Golfwagen ein, gleich ob motorisiert oder nicht.

BALL IM SPIEL
Ein Ball ist „im Spiel“, sobald der Spieler auf dem Abschlag einen Schlag ausgeführt hat. Er bleibt im Spiel, bis er eingelocht ist, es sei denn, er ist verloren, im Aus, oder er wurde aufgenommen oder durch einen anderen Ball ersetzt, gleich ob der Ersatz erlaubt ist oder nicht; ein so neu eingesetzter Ball" wird Ball im Spiel.
Wird ein Ball von außerhalb des Abschlags gespielt, wenn der Spieler ein Loch beginnt oder bei dem Versuch diesen Fehler zu beheben, ist der Ball nicht im Spiel; Regel 11-4 oder 11-5 finden Anwendung. Anderenfalls beinhaltet der Begriff Ball im Spiel einen Ball der von außerhalb des Abschlags gespielt wird, wenn der Spieler seinen nächsten Schlag vom Abschlag spielen will oder muss.

BELEHRUNG
„Belehrung“ ist jede Art von Rat oder Anregung, die einen Spieler in seiner Entscheidung über sein Spiel, die Schlägerwahl oder die Art der Ausführung eines Schlags beeinflussen könnte. Auskunft über die Regeln, Entfernungen oder über allgemein Kenntliches wie die Lage von Hindernissen oder die Position des Flaggenstocks auf dem Grün ist nicht Belehrung.

BEOBACHTER
„Beobachter“ ist jemand, den die Spielleitung bestimmt hat, einem Platzrichter bei der Entscheidung von Tatfragen zur Seite zu stehen und ihm jeden Regelverstoß zu melden. Ein Beobachter soll nicht den Flaggenstock bedienen, am Loch stehen oder dessen Lage anzeigen, und soll auch nicht den Ball aufnehmen oder dessen Lage kennzeichnen.

BEWEGEN,BEWEGT
Ein Ball gilt als „bewegt“, wenn er seine Lage verlässt und anderswo zur Ruhe kommt.

BEWERBER
„Bewerber“ ist ein Spieler im Zählwettspiel. „Mitbewerber“ ist jede Person, mit der zusammen der Bewerber spielt. Keiner ist Partner des anderen. In Zählspiel-Vierern und Vierball-Wettspielen schließt, soweit es der Zusammenhang gestattet, der Begriff „Bewerber“ oder „Mitbewerber“ den Partner ein.

BODEN IN AUSBESSERUNG
„Boden in Ausbesserung“ ist jeder Teil des Platzes, der auf Anordnung der Spielleitung als solcher gekennzeichnet oder durch deren befugte Vertreter dazu erklärt wurde. Jeglicher Boden und jederlei Gras, Busch und Baum oder Sonstiges, das wächst, in dem Boden in Ausbesserung, gehören zu dem Boden in Ausbesserung. Boden in Ausbesserung schließt auch zur Beseitigung angehäuftes Material und von Platzpflegern gemachte Löcher mit ein, auch wenn dies nicht entsprechend gekennzeichnet ist. Schnittgut und anderes auf dem Platz liegen gelassene Material, das sich selbst überlassen und nicht zum Abtransport bestimmt wurde, ist kein Boden in Ausbesserung, es sei denn, es wäre so gekennzeichnet.
Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in Boden in Ausbesserung und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenhöhe gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um Boden in Ausbesserung anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle den Boden in Ausbesserung und die Linien kennzeichnen die Grenze. Wird die Grenze von Boden in Ausbesserung durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst in Boden in Ausbesserung. Die Grenze von Boden in Ausbesserung erstreckt sich senkrecht nach unten, nicht jedoch nach oben.
Ein Ball ist im Boden in Ausbesserung, wenn er darin liegt oder ihn mit irgendeinem Teil berührt. Pfähle, die Boden in Ausbesserung bezeichnen oder dessen Grenzen kennzeichnen, sind Hemmnisse.

BUNKER
Ein „Bunker“ ist ein Hindernis in der Form einer besonders hergerichteten, oft vertieften Boden- stelle, von der Grasnarbe oder Erdreich entfernt und durch Sand oder dergleichen ersetzt wurde. Grasbewachsener Boden angrenzend an einen oder in einem Bunker einschließlich aufgeschichteter Grassoden (gleich ob grasbewachsen oder nicht) ist nicht Bestandteil des Bunkers. Eine Wand oder ein Rand eines Bunkers, welche(r) nicht mit Gras bewachsen ist, ist Teil des Bunkers.
Die Grenze eines Bunkers erstreckt sich senkrecht nach unten, aber nicht nach oben. Ein Ball ist im Bunker, wenn er darin liegt oder ihn mit irgendeinem Teil berührt.

CADDIE
„Caddie“ ist jemand, der den Spieler in Übereinstimmung mit den Golfregeln unterstützt. Dies kann das Tragen oder den Umgang mit den Schlägern des Spielers während des Spiels einschließen.
Ist ein Caddie von mehr als einem Spieler eingesetzt, so gilt er stets als Caddie desjenigen sich den Caddie teilenden Spielers, dessen Ball (oder dessen Partners Ball) betroffen ist, und von ihm getragene Ausrüstung gilt als Ausrüstung des betreffenden Spielers, ausgenommen der Caddie handelt auf besondere Weisung eines anderen Spielers (oder dem Partner eines anderen Spielers) mit dem der Caddie geteilt wird; im letztgenannten Fall gilt er als Caddie jenes anderen Spielers.

EINLOCHEN
Ein Ball ist „eingelocht“, wenn er innerhalb des Lochumfangs zur Ruhe gekommen ist und sich vollständig unterhalb der Ebene des Lochrands befindet.

ERDGÄNGE GRABENDES TIER
Ein „Erdgänge grabendes Tier“ ist ein Tier (mit Ausnahme von einem Wurm, Insekt oder Ähnlichem), das einen Bau als Unterkunft oder zu seinem Schutz anlegt, z. B. ein Kaninchen, Maulwurf, Murmeltier, Erdhörnchen oder Salamander.
Anmerkung: Ein Loch von einem Tier, das keine Erdgänge gräbt, z. B. von einem Hund, gilt nicht als ungewöhnlich beschaffener Boden, es sei denn, es wurde als Boden in Ausbesserung gekennzeichnet oder dazu erklärt.

FALSCHER BALL
„Falscher Ball“ ist jeder andere Ball als des Spielers
- Ball im Spiel;
- provisorischer Ball;
- oder nach Regel 3-3 oder Regel 20-7c im Zählspiel gespielter zweiter Ball und schließt mit ein:
- eines anderen Spielers Ball;
- einen aufgegebenen Ball;
- und des Spielers ursprünglichen aber nicht mehr im Spiel befindlichen Ball.

FALSCHES GRÜN
Ein „falsches Grün“ ist jedes andere Grün als das des zu spielenden Lochs. Sofern von der Spielleitung nicht anders vorgeschrieben, schließt dieser Begriff ein Übungs- oder Annäherungsgrün auf dem Platz ein.

FESTGESETZTE RUNDE
Die „festgesetzte Runde“ besteht aus den in richtiger Reihenfolge gespielten Löchern des Platzes, sofern nicht von der Spielleitung anderweitig bestimmt. Die festgesetzte Runde geht über 18 Löcher, sofern nicht die Spielleitung eine geringere Anzahl bestimmt hat. Bezüglich Verlängerung der festgesetzten Runde im Lochspiel siehe Regel 2-3.

FLAGGENSTOCK
Ein „Flaggenstock“ ist ein beweglicher gerader Anzeiger mit oder ohne Flaggentuch bzw. sonst etwas daran, der in der Mitte des Lochs steckt, um dessen Lage anzuzeigen. Sein Querschnitt muss kreisförmig sein. Polsterungen oder anderes Aufschlag dämpfendes Material, das die Bewegung des Balls unangemessen beein- flussen könnte, sind nicht zulässig.

GELÄNDE
„Gelände“ ist der gesamte Bereich des Platzes, ausgenommen - Abschlag und Grün des zu spielenden Lochs; und sämtliche Hindernisse auf dem Platz.

GRÜN
„Grün“ ist der gesamte Boden des zu spielenden Lochs, der zum Putten besonders hergerichtet ist, oder andernfalls von der Spielleitung als solcher gekennzeichnet ist. Ein Ball ist auf dem Grün, wenn er mit irgendeinem Teil das Grün berührt.

HEMMNIS
„Hemmnis“ ist alles Künstliche, eingeschlossen die künstlich angelegten Oberflächen und Begrenzungen von Straßen und Wegen sowie künstlich hergestelltes Eis, jedoch ausge- nommen - Gegenstände zum Bezeichnen des Aus wie Mauern, Zäune, Pfähle und Geländer; - jeder im Aus befindliche Teil eines unbeweglichen künstlichen Gegenstands; - und jede von der Spielleitung zum Bestandteil des Platzes erklärte Anlage.
Ein Hemmnis ist ein bewegliches Hemmnis, wenn es ohne übermäßige Anstrengung, ohne unangemessene Verzögerung des Spiels und ohne etwas zu beschädigen bewegt werden kann. Anderenfalls ist es ein unbewegliches Hemmnis.

HINDERNIS
Ein „Hindernis“ ist jeder Bunker oder jedes Wasserhindernis.

LOCH
Das „Loch“ muss einen Durchmesser von 108 mm haben und mindestens 101,6 mm tief sein. Wird ein Einsatz benutzt, so muss er mindestens 25,4 mm unter die Grünoberfläche eingelassen werden, sofern es nicht wegen der Bodenbeschaffenheit undurchführbar ist; der äußere Durchmesser darf 108 mm nicht überschreiten.

LOSE HINDERLICHE NATURSTOFFE
„Lose hinderliche Naturstoffe“ sind natürliche Gegenstände einschließlich
- Steine, Blätter, Zweige, Äste und dergleichen,
- Kot,
- Würmer, Insekten und Ähnliches sowie Aufgeworfenes und Haufen von ihnen,
sofern diese betreffenden Gegenstände weder
- befestigt noch wachsend,
- noch fest eingebettet sind,
- und auch nicht am Ball haften.
Sand und loses Erdreich sind auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe, jedoch nirgendwo sonst. Schnee und natürliches Eis, nicht aber Reif, sind entweder zeitweiliges Wasser oder lose hinderliche Naturstoffe nach Wahl des Spielers. Tau und Reif gelten nicht als lose hinderliche Naturstoffe.

NÄCHSTGELEGENER PUNKT DER ERLEICHTERUNG
Der „nächstgelegene Punkt der Erleichterung“ ist der Bezugspunkt bei Inanspruchnahme von strafloser Erleichterung von Behinderung durch ein unbewegliches Hemmnis (Regel 24-2), einen ungewöhnlich beschaffenen Boden (Regel 25-1) oder ein falsches Grün (Regel 25-3).
Er ist der dem Ball nächstgelegene Punkt auf dem Platz,
a) der nicht näher zum Loch ist und
b) an dem, läge der Ball dort, keine Behinderung durch den Umstand, von dem Erleichterung in Anspruch genommen
wird, bestehen würde. Letzteres gilt für den Schlag, wie ihn der Spieler an der ursprünglichen Stelle des Balls gemacht hätte, wenn es den behindernden Umstand dort nicht gegeben hätte.

NEU EINGESETZTER BALL
Ein „neu eingesetzter Ball“ ist ein Ball, der ins Spiel gebracht wurde für den ursprünglichen Ball, der entweder im Spiel war, verloren wurde, im Aus war oder aufgenommen wurde.

NICHT ZUM SPIEL GEHÖRIG
Im Lochspiel ist „Nicht zum Spiel Gehörig“ alles außer
- der Partei des Spielers oder Gegners,
- jeder Caddie beider Parteien,
- jeder von beiden Parteien an dem
gespielten Loch gespielter Ball
- und jegliche Ausrüstung beider Parteien
Im Zählspiel ist „Nicht zum Spiel Gehörig“ alles außer
- der Partei des Spielers,
- jeder Caddie dieser Partei,
- jeder von der Partei an dem gespielten Loch gespielte Ball - und jegliche Ausrüstung der Partei
„Nicht zum Spiel Gehörig“ schließt einen Platzrichter, einen Zähler, einen Beobachter und einen Vorcaddie mit ein. Weder Wind noch Wasser sind etwas „Nicht zum Spiel Gehöriges“ (äußere Einwirkungen).

PARTEI
Eine „Partei“ ist ein Spieler oder zwei bzw. mehr Spieler, die Partner sind.

PARTNER
„Partner“ ist ein Spieler, der mit einem anderen Spieler zu einer Partei verbunden ist. In einem Dreier, Vierer, Bestball- oder Vierballspiel schließt, soweit es der Zusammenhang gestattet, der Begriff Spieler den bzw. die Partner ein.

PLATZ
„Platz“ ist der gesamte Bereich innerhalb aller von der Spielleitung festgelegten Platzgrenzen.

PLATZRICHTER
„Platzrichter“ ist jemand, den die Spielleitung bestimmt hat, Spieler zu begleiten, um Tatfragen zu entscheiden und den Regeln Geltung zu verschaffen. Er muss bei jedem Regelverstoß einschreiten, den er beobachtet oder der ihm gemeldet wird.
Ein Platzrichter soll nicht den Flaggenstock bedienen, am Loch stehen oder dessen Lage anzeigen und auch nicht den Ball aufnehmen oder dessen Lage kennzeichnen.

PROVISORISCHER BALL
Ein „Provisorischer Ball“ ist ein Ball, der nach Regel 27-2 für einen Ball gespielt wird, der außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder im Aus sein kann.

PUTTLINIE
„Puttlinie“ ist die Linie, die nach der Absicht des Spielers sein Ball nach einem auf dem Grün gespielten Schlag nehmen soll. Ausgenommen im Sinne von Regel 16-1e umfasst die Puttlinie einen angemessenen Abstand beiderseits der beabsichtigten Linie. Die Puttlinie erstreckt sich nicht über das Loch hinaus.

R&A
„R&A“ steht für R&A Rules Limited.

SCHLAG
„Schlag“ ist die Vorwärtsbewegung des Schlägers, ausgeführt in der Absicht, nach dem Ball zu schlagen und ihn zu bewegen. Bricht jedoch ein Spieler willentlich seinen Abschwung ab, bevor der Schlägerkopf den Ball erreicht, so hat er keinen Schlag gemacht.

SEITLICHES WASSERHINDERNIS
„Seitliches Wasserhindernis“ ist ein Wasser- hindernis bzw. derjenige Teil davon, an dem es aufgrund seiner Lage nicht möglich oder nach Auffassung der Spielleitung undurchführbar ist, einen Ball in Übereinstimmung mit Regel 26-1b hinter dem Wasserhindernis fallen zu lassen. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines seitlichen Wasserhindernisses ist Teil des seitlichen Wasserhindernisses.
Wird die Grenze eines seitlichen Wasserhinder- nisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem seitlichen Wasserhin- dernis und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenhöhe gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein seitliches Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das seitliche Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen dessen Grenze. Wird die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im seitlichen Wasser- hindernis.
Die Grenze eines seitlichen Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten. Ein Ball ist im seitlichen Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt. Pfähle, die ein seitliches Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse.

SPIELFORMEN DES LOCHSPIELS
Einzel: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen einen anderen Spieler spielt.
Dreier: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen zwei andere Spieler spielt und jede Partei nur einen Ball spielt.
Vierer: Ein Wettkampf, in dem zwei Spieler gegen zwei andere Spieler spielen und jede Partei nur einen Ball spielt.
Dreiball: Drei Spieler spielen gegeneinander, jeder spielt seinen eigenen Ball. Jeder Spieler spielt zwei voneinander unabhängige Lochspiele.
Bestball: Ein Wettkampf, in dem ein Spieler gegen den besseren Ball von zwei anderen Spielern oder den besten Ball von drei anderen Spielern spielt.
Vierball: Ein Wettkampf, in dem zwei Spieler ihren besseren Ball gegen den besseren Ball von zwei anderen Spielern spielen.

SPIELFORMEN DES ZÄHLFORMEN
Einzel: Ein Wettkampf, in dem jeder Bewerber für sich spielt.
Vierer: Ein Wettkampf, in dem zwei Bewerber als Partner einen Ball spielen.
Vierball: Ein Wettkampf, in dem zwei Bewerber als Partner jeder seinen eigenen Ball spielt. Das bessere Ergebnis der Partner ist das Ergebnis für das Loch. Wenn ein Partner das Loch nicht beendet, fällt keine Strafe an.
SPIELLEITUG
„Spielleitung“ ist bei Wettspielen der verantwortliche Ausschuss, anderenfalls der für den Platz verantwortliche Ausschuss.

SPIELLINIE
„Spiellinie“ ist die Richtung, die nach der Absicht des Spielers sein Ball nach einem Schlag nehmen soll, zuzüglich eines angemessenen Abstands beiderseits der beabsichtigten Richtung. Die Spiellinie erstreckt sich vom Boden senkrecht nach oben, jedoch nicht über das Loch hinaus.

SPIELZUFALL
Wird ein Ball in Bewegung zufällig durch etwas Nicht zum Spiel Gehöriges abgelenkt oder aufgehalten, so gilt dies als „Spielzufall“ (siehe Regel 19-1).

STANDPOSITION
„Standposition“ beziehen heißt, dass ein Spieler für und in Vorbereitung auf einen Schlag die Füße in Stellung bringt.

STRAFSCHLAG
„Strafschlag“ ist ein Schlag, der nach bestimmten Regeln der Schlagzahl eines Spielers oder einer Partei zugerechnet wird. Im Dreier oder Vierer wirken sich Strafschläge nicht auf die Spielfolge aus.

TEE
Ein „Tee“ ist ein Hilfsmittel, das dazu bestimmt ist, den Ball über den Boden zu erheben. Es darf nicht länger als 101,6 mm sein und es darf nicht so gestaltet oder hergestellt sein, dass es die Spiellinie anzeigen oder die Bewegung des Balls beeinflussen könnte.

UNGEWÖHNLICH BESCHAFFENER BODEN
„Ungewöhnlich beschaffener Boden“ bezeichnet folgende Umstände auf dem Platz: Zeitweiliges Wasser, Boden in Ausbesserung oder Loch, Aufgeworfenes oder Laufweg eines Erdgänge grabenden Tiers, eines Reptils oder eines Vogels.

VERLORENER BALL
Ein Ball gilt als „verloren“, wenn
a) er binnen fünf Minuten, nachdem die Partei des Spielers oder deren Caddies die Suche danach begonnen haben, nicht gefunden oder nicht vom Spieler als sein eigener identifiziert ist; oder
b) der Spieler einen Schlag nach einem provisorischen Ball gemacht hat, von dem Ort, an dem sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befindet, oder von einem Punkt, der näher zum Loch liegt als dieser Ort (siehe Regel 27-2b); oder
c) der Spieler mit einem Strafschlag und Distanzverlust einen anderen Ball ins Spiel gebracht hat (siehe Regel 27-1a); oder
d) der Spieler einen anderen Ball ins Spiel gebracht hat, weil es bekannt oder so gut wie sicher ist, dass der nicht gefundene Ball
- von etwas Nicht zum Spiel Gehörigen
bewegt wurde (siehe Regel 18-1),
- in einem Hemmnis ist (siehe Regel 24-3),
- in ungewöhnlich beschaffenem Boden ist (siehe Regel 25-1c), oder
- in einem Wasserhindernis ist (siehe Regel 26-1); oder
e) der Spieler einen Schlag nach einem neu eingesetzten Ball gemacht hat. Beim Spielen eines falschen Balls zugebrachte Zeit wird nicht auf die zulässige Suchzeit von fünf Minuten angerechnet.

VORCADDIE
„Vorcaddie“ ist jemand, den die Spielleitung eingesetzt hat, Spielern während des Spiels die Lage von Bällen anzugeben. Er ist Nicht zum Spiel Gehörig.

WASSERHINDERNIS
„Wasserhindernis“ ist jedes Meer, jeder See, Teich, Fluss, Graben, Abzugsgraben oder sonstige offene Wasserlauf (Wasser enthaltend oder nicht) und alles Ähnliche auf dem Platz. Jeglicher Boden und alles Wasser innerhalb der Grenzen eines Wasserhindernisses ist Teil des Wasserhindernisses.
Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch Pfähle gekennzeichnet, so befinden sich diese Pfähle in dem Wasserhindernis und die Grenze wird durch die Verbindung der nächstgelegenen äußeren Punkte der Pfähle auf Bodenhöhe gekennzeichnet. Werden sowohl Pfähle als auch Linien benutzt, um ein Wasserhindernis anzuzeigen, so bezeichnen die Pfähle das Wasserhindernis und die Linien kennzeichnen die Grenze. Wird die Grenze eines Wasserhindernisses durch eine Linie auf dem Boden gekennzeichnet, so ist die Linie selbst im Wasserhindernis. Die Grenze eines Wasserhindernisses erstreckt sich senkrecht nach oben und unten.
Ein Ball ist im Wasserhindernis, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt. Pfähle, die ein Wasserhindernis bezeichnen oder dessen Grenze kennzeichnen, sind Hemmnisse.

ZÄHLER
„Zähler“ ist jemand, den die Spielleitung zum Aufschreiben der Schlagzahl eines Bewerbers im Zählspiel bestimmt hat. Er kann ein Mitbewerber sein. Er ist kein Platzrichter.

ZEITWEILIGES WASSER
„Zeitweiliges Wasser“ ist jede vorübergehende Wasseransammlung auf dem Platz, die nicht in einem Wasserhindernis ist, und die sichtbar ist, bevor oder nachdem der Spieler seine Standposition bezieht.
Schnee und natürliches Eis, nicht aber Reif, sind entweder zeitweiliges Wasser oder lose hinderliche Naturstoffe nach Wahl des Spielers. Künstlich hergestelltes Eis ist Hemmnis. Tau und Reif gelten nicht als zeitweiliges Wasser.
Ein Ball ist in zeitweiligem Wasser, wenn er darin liegt oder es mit irgendeinem Teil berührt.
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